Erzieherausbildung im Wandel

In der Ausbildung zum Erzieher sind die Ausbildungsorganisation, die Bildungsabschlüsse, die Lerninhalte und auch die Lernmethoden gegenwärtig stark in Veränderung begriffen. Der demografische Wandel und daraus resultierende Auswirkungen auf das vorhandene Fachkräftepotential beeinflussen die zukunftsfähige Gestaltung pädagogischer Ausbildungsgänge. Die von vielen befürwortete und geförderte Gewinnung von Männern für den Erzieherberuf ist eine weitere Facette, durch die Genderaspekte für Ausbildungsinstitutionen eine große Bedeutung erlangen. Die vom Bund initiierte und in vielen Bundesländern diskutierte Initiative für Quereinsteiger und Quereinsteigerinnen stellt durch die sehr vielfältigen Lern- und Lebensverläufe hohe Anforderungen an die Gestaltung von Lernprozessen. „Multiprofessionalität“ beginnt immer stärker bereits in der Ausbildungssituation. Sowohl auf der strukturellen Ebene der Organisation als auch auf der Ebene der Ausbildungsinhalte ist die Einbeziehung von Genderaspekten ein Zukunftsthema.

Mögliche Themen und Handlungsansätze

  • Genderreflektierte Organisationsentwicklung
  • Genderreflektierte Gestaltung von Ausbildungscurricula
  • Reflektionsangebote für Studierende
  • Geschlechterreflektierte Konzepte der pädagogischen Arbeit mit Jungen und Mädchen

Mögliche Methoden und Settings

  • Förderung von einrichtungsübergreifendem Fachaustausch
  • Weiterentwicklung geschlechterreflektierter Ausbildungscurricula
  • Durchführung von Bildungseinheiten
  • Begleitung von Praxisprojekten
  • Ermöglichung und Teilnahme an Arbeitskreisen
  • Vermittlung von Themenschwerpunkten für Abschlussarbeiten